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Biofleisch im Fokus: Gesunde Ernährung, Wohlbefinden und Nachhaltigkeit

Biofleisch
user Westerwälder Biohöfe | 08. Dezember 2023

Biofleisch hat sich in den letzten Jahren als bevorzugte Wahl für ernährungsbewusste Verbraucher etabliert. Und dies vollkommen zurecht, denn Biofleisch bietet im Vergleich zu konventionellem Fleisch zahlreiche gesundheitliche und ökologische Vorteile.

Doch was genau macht Biofleisch so besonders? In diesem Blogbeitrag werfen wir einen detaillierten Blick auf die ernährungsphysiologischen und gesundheitlichen Vorteile sowie die positiven Auswirkungen auf Tier und Umwelt im Vergleich zu konventionellem Fleisch.

Ernährungsphysiologische und gesundheitliche Vorteile von Biofleisch

Kein Antibiotika- und Hormoneinsatz

Bio-Tiere erhalten keine vorbeugenden Antibiotika und synthetische Hormone um ihr Wachstum zu beschleunigen, was das Risiko von Antibiotikaresistenzen beim Menschen verringert. Zudem besteht bei der konventionellen Tierhaltung, bedingt durch die beengten Platzverhältnisse und den extensiven Einsatz von Antibiotika, ein höheres Risiko hinsichtlich der Bildung von antibiotikaresistenten Keimen, welche eine große Gefahr für den Menschen darstellen. Laut einer Studie der „Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health“ aus dem Jahr 2021 weist Biofleisch dem zur Folge eine bedeutend geringere Gefahr auf, mit multiresistenten Keimen belastet zu sein.

Höherer Anteil an Omega-3-Fettsäuren

Eine Studie der Newcastle University aus dem Jahr 2016, bei der 67 wissenschaftliche Publikationen in Bezug auf Fleisch analysiert wurden, ergab, dass Biofleisch im Vergleich zu konventionellem Fleisch einen rund 50% höheren Anteil an Omega-3-Fettsäuren enthält. Dieser signifikant höhere Anteil ergibt sich durch die Grasfütterung und organische Ernährungsweise der Tiere.

Eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren führt u.A. zu einer Stärkung des Immunsystems, einer Verbesserung der Entwicklung und Funktionsfähigkeit des Gehirns und reduziert zudem das Risiko von kardiovaskulären Erkrankungen. Besonders wichtig ist dies vor dem Hintergrund, dass der Anteil an Omega-3-Fettsäuren in der Ernährung von Westeuropäern chronisch zu niedrig ist – deshalb empfiehlt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) sogar eine Verdoppelung des derzeitigen Anteils in der Ernährung. Chris Seal, Professor für menschliche Ernährung an der Newcastle University, äußert hierzu, dass der vermehrte Konsum von Biofleisch in dieser Entwicklung eine essenzielle Rolle spielen kann, da es schwierig ist, über die normale Ernährung ausreichend Omega-3-Fettsäuren zu sich zu nehmen.

Our study suggests that switching to organic would go some way towards improving intakes of these important nutrients.

Chris Seal, Professor of Food and Human Nutrition at Newcastle University

Höherer Anteil an Vitaminen, Antioxidantien und Mineralstoffen

Biofleisch enthält tendenziell mehr Vitamine, Antioxidantien und Mineralstoffe, was ebenfalls einen positiven Einfluss auf die Gesundheit zur Folge hat. Laut einer Studie des „Journal of the Science of Food and Agriculture“ enthält organisches Fleisch aus der EU 34% mehr Q10, 53% mehr Beta-Carotin und bis zu 72% mehr Taurin und besitzt somit einen wesentlich höheren Anteil an Antioxidantien als konventionelles Fleisch. Antioxidantien erfüllen im Körper eine immens wichtige Funktion: Sie schützen den Körper vor freien Radikalen – dies sind Stoffwechselprodukte, die chemisch hochreaktiv sind und deshalb andere Moleküle in der Zelle schädigen. Dies führt zu oxidativem Stress, welcher wiederum zu Krebserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Alzheimer, Parkinson und einigen Augenerkrankungen führen kann.

Bestimmte Umwelteinflüsse können jedoch auch zu einer vermehrten Bildung von freien Radikalen führen – wie etwa Pestizide und Herbizide, Zigarettenrauch, Alkohol und Sonnenlicht. Deshalb ist eine ausreichende Versorgung mit Antioxidantien umso wichtiger, da man sich manchen dieser Faktoren im Alltag kaum entziehen kann. Ebenso enthält Biofleisch laut der Studie 24% mehr alpha-Tocopherol, was die biologisch aktivste Form von Vitamin-E darstellt.

Geringere Belastung durch Schadstoffe

Bio-Tiere werden ohne jeglichen Einsatz von synthetischen Pestiziden, Herbiziden oder gentechnisch veränderten Futtermitteln aufgezogen. Das führt zu geringeren Rückständen dieser schädlichen Substanzen im Fleisch, was die Belastung für den Verbraucher deutlich reduziert. Zudem führt dies wiederum zu einer reduzierten Bildung der bereits oben erwähnten freien Radikale – hier liegt, in Verbindung mit dem höheren Anteil an Antioxidantien im Biofleisch, also sogar ein Synergieeffekt vor.

Besserer Geschmack

Natürlich ist der bessere Geschmack von Biofleisch im Endeffekt subjektiv und wie weithin bekannt, wie fast alles, „Geschmackssache“. Allerdings schmeckt Biofleisch den meisten Menschen einfach besser. Das liegt an den wesentlich besseren Lebensbedingungen der Tiere, denn diese können sich auf den Weiden frei bewegen und entwickeln dadurch mehr Muskelmasse. Ebenso führt das naturnähere Leben der Tiere zu einem geringeren Ausstoß des Stresshormons Cortisol. Dadurch wird das Fleisch aromatischer, zarter und saftiger. Zudem trägt die natürliche Grasfütterung der Tiere zu einer besseren Fleischqualität und somit zu einem besseren Geschmack bei.

Vorteile für die Tiere

Weidetierhaltung

Bio-Tiere werden nach strengen Richtlinien artgerecht gehalten. Sie haben Zugang zu natürlichen Weideflächen und dürfen sich in ihrer natürlichen Umgebung bewegen. Unsere Bauern kennzeichnen sich darüber hinaus durch ihre extensive Weidetierhaltung aus, bei der die Tiere nochmal wesentlich größere Weidegründe zur Verfügung haben, als dies durch die Bio-Regularien vorgeschrieben ist. Dies fördert nicht nur das Tierwohl, sondern wirkt sich auch auf die Fleischqualität aus.

Keine Hormonzusätze

Im Bio-Landbau sind synthetische Hormone zur Wachstumsförderung verboten. Bio-Tiere wachsen in ihrem natürlichen Tempo heran, ohne den Einsatz von hormonellen Substanzen – was einerseits besser und gesünder für die Tiere ist, aber auch für den Menschen, indem es zu einer besseren und gesünderen Fleischqualität beiträgt.

Natürliche Ernährungsweise

Tiere aus Bio-Haltung werden nur mit organischen Futtermitteln wie Gras und Heu gefüttert. Doch auch in der Bio-Landwirtschaft gibt es Möglichkeiten, die Tiere mit der Zugabe von Bio-Mastfutter, wie z.B. Bio-Getreide, kurz vor der Schlachtung auf ein höheres Gewicht zu bringen. Dies beeinträchtigt allerdings die Fleischqualität, da der schnelle Gewichtszuwachs zu einer erhöhten Wassereinlagerung im Fleisch führt. Deshalb sind unsere Rinder der Premiumrassen Charolais und Limousin zu 100% grasgefüttert – ohne den Einsatz jeglicher Bio-Mastmittel! Das führt dazu, dass die Tiere über ihre gesamte Lebensspanne natürlich und organisch wachsen und zudem die Ernährungsweise haben, welche die Natur für sie vorgesehen hat. Ebenso wirkt sich die natürliche Grasfütterung äußerst positiv auf die Fleischqualität und das Nährstoffprofil aus, was weiter oben im Artikel detaillierter geschildert wird. Unsere Bio-Hähnchen werden selbstverständlich ebenfalls ausschließlich organisch, ohne den Einsatz jeglicher Bio-Mastmittel, aufgezogen.

Umweltvorteile der Bio-Landwirtschaft

Nachhaltige und umweltverträgliche Landwirtschaft

Die Bio-Landwirtschaft setzt auf nachhaltige und umweltverträgliche Praktiken, die den Boden schonen, den Einsatz von chemischen Düngemitteln minimieren und somit die Biodiversität fördern. Der Einsatz von Pestiziden und Herbiziden trifft besonders Insekten und andere Bodenorganismen, welche immens wichtige ökologische Funktionsträger sind. Ihr Massensterben hat fatale Folgen für das ökologische Gleichgewicht und auch für die Landwirtschaft zur Folge, da sich die Bodenorganismen besonders positiv auf die Bodenstruktur und den Stoffumsatz des Ökosystems auswirken. Der Ansatz sollte hier also lauten, das natürliche Gleichgewicht durch extensive Landwirtschaft und Weidehaltung zu wahren und nicht durch den massiven Einsatz von Chemikalien nachhaltig zu zerstören.

Reduzierter CO2-Fußabdruck

Die nachhaltige Bewirtschaftung von Weideflächen und der Verzicht auf synthetische Düngemittel reduzieren die CO2-Emissionen direkt. Zudem ist ein gesunder Boden in der Lage, wiederum mehr CO2 zu speichern. Die Bio-Landwirtschaft trägt somit dazu bei, den ökologischen Fußabdruck zu verringern und dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Fazit: Bewusste Entscheidung für Gesundheit und Nachhaltigkeit

Biofleisch bietet nicht nur zahlreiche ernährungsphysiologische und gesundheitliche Vorteile, sondern auch eine ethisch verantwortungsbewusste und umweltfreundliche Alternative zu konventionellem Fleisch. Die bewusste Entscheidung für Biofleisch unterstützt nicht nur deine Gesundheit, sondern auch eine nachhaltigere und respektvollere Landwirtschaft, bei der Mensch, Tier und Natur im Einklang miteinander leben. Bei den Westerwälder Biohöfen setzen wir auf diese Werte und wir laden dich herzlich dazu ein, den Unterschied selbst zu erleben. Jeder Bissen mit bestem Gewissen.

Quellen:

https://www.ncl.ac.uk/press/articles/archive/2016/02/organicandnon-organicmilkandmeat/

https://www.cambridge.org/core/journals/british-journal-of-nutrition/article/composition-differences-between-organic-and-conventional-meat-a-systematic-literature-review-and-metaanalysis/B333BC0DD4B23193DDFA2273649AE0EE

https://publichealth.jhu.edu/2021/organic-meat-less-likely-to-be-contaminated-with-multidrug-resistant-bacteria-study-suggests

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